Lottstetten mit Nack

 
Die Pfarrgemeinde "Sankt Valentin" ist Teil der selbständigen Gemeinde Lottstetten. Die Lottstetter Valentinskirche hat eine langjährige Geschichte aufzuweisen. Der Turm der Barockkirche entstammt dem Jahr 1405. Am 8. Mai 1633 wurde Lottstetten im "Dreissigjährigen Krieg" fast völlig zerstört. 80 Häuser fielen den Flammen zum Opfer. Der Kirchturm überstand diesen Tag als einziges Baudenkmal, ebenfalls die "Schwedenmadonna", eine Muttergottesstatue. Ihr Name ist auf die französischen Soldaten zurückzuführen, die unter schwedischer Flagge verantwortlich für dieses Massaker waren. Die Bevölkerung baute die Kirche notdürftig wieder auf und im Pestjahr 1635 wurde sie genau wieder am 8. Mai eingeweiht. Doch bereits 70 Jahre später wurde dann das jetzige Gotteshaus errichtet. Die Erstellung folgte auf eine Epoche grossen menschlichen Leides und grauenvoller Drangsal durch die Zerstörung des Ortes und der Pest, die in Lottstetten hauste. Als Schutzpatron gilt seit jeher der "Heilige Valentin von Teni", der auch als Schutzpatron gegen die Pest galt. Der Neubau durch den Vorarlberger Baumeister Franz Beer wurde im Jahr 1710 eingeweiht. Der Haupt- und die zwei Seitenaltäre sind barocke Kostbarkeiten. Der Hochaltar zeigt das Bild "Maria Krönung", beschützt von den Statuen der Kirchenpatrone Sankt Sylvester und Sankt Valentin. Auf dem linken Seitenaltar steht heute noch die "Schwedenmadonna" von anno 1633. Neben der Dorfkirche war früher der "Gottesacker ", der im Jahr 1844 zum heutigen Friedhof ausserhalb des Ortes verlegt wurde. Schutzpatron der Kirche ist der heilige Valentin von Terni, der auch als Patron der Jugendlichen, Reisenden und Imker gilt. Das Patrozinium wird am 14. Februar gefeiert.